Proteste gegen die AfD-Provokationen am 25.06.

Der Florakreis Würzburg ruft dazu auf, gegen alle Aktionen der AfD am Sonntag, 25.06., zu protestieren. Es ist wichtig, nicht nur der Kundgebung der AfD mit dem Nazi Björn „Bernd“ Höcke um 14 Uhr am Unteren Markt mit einer Gegenkundgebung um 13 Uhr an gleicher Stelle zu begegnen, sondern auch entschiedenen Protest gegen das sog. „Stille Gedenken“ am Barbarossaplatz und den „Schweigemarsch“ zum Unteren Markt in vielfältiger Form zu äußern. Es ist unerträglich, mit welchen Inhalten und Mitteln diese rassistische Partei die Morde an den 3 Frauen vor 2 Jahren für ihre fremdenfeindlichen und antidemokratischen Zwecke missbraucht und instrumentalisiert. Daher besteht für alle engagierten Menschen die Möglichkeit, bereits ab 13 Uhr auch den Barbarossaplatz zu bevölkern und den „Marsch“ zu begleiten.

Vortrag „Perspektiven aus Nepal“ am 22.09.

Am Donnerstag, 22.09., ab 19 Uhr präsentieren wir anstelle unseres Plenums den multimedialen Vortrag „Perspektiven aus Nepal“ in der Gaststätte „Blauer Adler“ in Würzburg. Referent wird der Buchautor Ralf Ledl sein; der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist öffentlich und um Weiterverbreitung an Interessierte wird gebeten.

Im Einladungstext des Referenten heißt es:

Perspektiven aus Nepal – Nepal aus dem Blickwinkel seiner Menschen

Entdecke neue Perspektiven auf ein beeindruckendes Land mit noch beeindruckenderen Menschen. Folge ihren Erzählungen und erfahre aus ihrem Alltag in einem der ärmsten Länder Asiens, welches an landschaftlicher und kultureller Vielfalt kaum zu übertreffen ist. Die visuellen Eindrücke werden durch ihre Berichte erlebbar, lebendig und nachvollziehbar.

Bevor wir uns mit dem buddhistischen Meister Mukhya auf eine Zeitreise begeben und mehr aus dem Leben eines Mönches erfahren, entführt uns der Sozialarbeiter Ridam in eines seiner Projekte zur Schulung von Kaffeeanbau. Dabei erwarten uns unangenehme Überraschungen und Erlebnisse, die er selbst am liebsten wieder vergessen würde. Berührt und nachdenklich zugleich werden wir tief durchatmen müssen, um den Kopf wieder frei zu bekommen für die Erfahrungen des Schülers Basant, mit dem wir uns in seine Kindheit und das Leben in den Bergdörfern Nepals begeben. Auch hier warten Höhen und Tiefen auf uns, vielleicht sogar mit einem Happy End? Der Autor und Referent wechselt mehrfach Hut und Perspektive, und berichtet vor allem aus dem Blickwinkel der Menschen Nepals; aber auch aus der Sicht eines Reiseleiters, Reisenden und Volontärs.

Begeisterte Teilnehmer beschreiben den Vortrag als kurzweilig, informativ und außergewöhnlich authentisch. Lasse auch Du Dich begeistern und von einer fremden Kultur verzaubern – tauche ab und ein in eine andere Welt!“

Weitere Informationen finden sich auf der Webseite der Hilfsorganisation Menschen im Dialog e. V. und zur Einstimmung empfehlen wir folgendes Video: https://invidious.weblibre.org/watch?v=cALx96MlprI

Demos gegen die Innenministerkonferenz

Am 01.-03.06.2022 findet in Würzburg die Frühjahrskonferenz der Innenminister(innen) (IMK) statt, die sich u. a. mit Fragen der Migrationspolitik, der „digitalen Sicherheit“, der sog. „inneren Sicherheit“ (Polizei, Verfassungsschutz etc.) und anderen Themenkreisen befassen wird. Tagungsorte sind das Kongresszentrum CCW und die Residenz. Die bisher publizierten Themen sind der Anlass für zwei Demonstrationen in der Würzburger Innenstadt:

1. Die Demo des Bündnisses NoIMKWue

Diese als „Anti-Repressions-Demo“ proklamierte Veranstaltung der eher „linken“ Gruppen startet am 01.06. um 18:00 Uhr am Hauptbahnhof Würzburg und führt durch die Innenstadt am Kongresszentrum vorbei. Ihre Inhalte sind der „Repressionsapparat in Deutschland“, sichtbar an Polizei, Justiz, Geheimdiensten oder Asylbehörden und ihrem Vorgehen gegen Menschen jenseits des „Mainstreams“. Der Aufruf ist nachzulesen unter:
https://antifawuerzburg.blackblogs.org/2022/05/01/anti-repressions-demo-am-01-juni-gegen-die-innenministerinnenkonferenz-imk-vom-01-03-juni-in-wuerzburg/

2. Die Demo des Bündnisses imk2022-bayern

Diese wird bundesweit von zahlreichen Flüchtlings- und Menschenrechtsgruppen getragen und steht unter dem Motto „Bleiberecht und Aufnahme jetzt – Don’t forget Afghanistan“.
Der Aufruf enthält ein Bekenntnis zur Unterstützung aller Menschen, die von Krieg, Not und Verfolgung betroffen sind. „Es darf keine Geflüchteten erster und zweiter Klasse geben“, heißt es im Text. Dieser kann nachgelesen werden unter:
https://www.imk2022.bayern/wp-content/uploads/2022/05/IMK_Flyer.pdf
Die Demo dieses Bündnisses findet am 02.06. um 16.30 Uhr ab Hauptbahnhof Würzburg statt und führt ebenfalls duch die Innenstadt.

Mobilisierungsvorträge zur Innenministerkonferenz

Das Bündnis NoIMK Würzburg führt im Vorfeld der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern in Würzburg (01.-03.06.2022) Vorträge durch, um für die Anti-Repressions-Demo („gegen Überwachung, Unterdrückung und Aushöhlung von Freiheits- und Grundrechten“) am 01.06.2022, 18:00 Uhr, ab Hauptbahnhof Würzburg zu mobilisieren.

Termine:

Mehr Infos zu den Terminen gibt es auf Démosphère.

Reden vom Ostermarsch 2022

Es lohnt sich, auf den diesjährigen Würzburger Ostermarsch zurückzublicken. Für den Florakreis sprach Eva Peteler. Ihre Rede kann als Video nachgesehen oder bei uns nachgelesen werden:

„Schon wieder!! Nur diesmal ganz nah, und der Aggressor ist keiner von uns ‚Guten‘.

Schon wieder ein Sapiens-Primat im Kampf um die Oberhand auf dem Pavianfelsen… Mittlerweile jedoch, ob in Ost oder West, leider ausgerüstet mit der vernichtenden Dreifaltigkeit von Hightech, Nuklearwaffen und IT. Irgendwo sind wir falsch abgebogen auf der Evolutionsleiter, soviel ist sicher.

Wir sind gerade Zeugen und Mitspieler im Rollback zu einer martialischen, ideologischen und militärischen Aufrüstung samt entsprechender Propaganda auf beiden Seiten. Ende offen. Dabei geht es um altbekannte imperiale Interessen, na und? Putins Apparat will sich den Zugriff auf die gigantischen, noch unerschlossenen fossilen Reserven, Erze und seltenen Erden im Osten der Ukraine sichern, bevor die westlichen Konzerne es tun. „We have the oil“, tönte Trump, als sich die US-Armee in ihrer völkerrechtswidrigen Kriegsoperation der syrischen Ölfelder bemächtigte.

Wo diesmal der Bösewicht keiner von ‚uns‘ ist, erinnert man sich im Westen plötzlich des Völkerrechts, nach dem ein Kriegsverbrecher auch als ein solcher anzuklagen und zu sanktionieren ist. Moralintriefend tönt von der Leyen: „In Butscha ist die Menschlichkeit zerstört worden…“ (Heute-Journal vom 08.04.2022) – Nicht etwa schon zigfach zuvor auch durch die ‚gerechten Kriege‘ des Wertewestens? Nicht durch dessen für die Zivilbevölkerungen verheerenden Sanktionen? Nicht durch die in die Tausende gehenden völkerrechtswidrigen Drohnenmorde der USA?

Den transatlantischen Supermitarbeiter des Monats gibt jedoch Alexander Graf Lambsdorff mit seiner primitiv-populistischen Hetze gegen die Friedensbewegung: „Die Ostermarschierer sind die fünfte Kolonne Wladimir Putins, politisch und militärisch.“ Faschisten also. Herr Lambsdorff, einen größeren Gefallen konnten Sie der Friedensbewegung nicht tun, als ihr so zu zeigen, wie elementar wichtig sie ist, gerade gegen dumpfe Brandstifter wie Sie!

Im Gegensatz zu Ihnen gibt es Personen von einer Größe, vor der ich mich hier heute verneige, weil ihre Schicksale die ganze bigotte Verlogenheit des Wertewestens bezeugen! Ob Snowden, ob McBride, Manning oder Julian Assange, dem vor den gleichgültigen Augen der ganzen Welt nun endgültig die psychische und physische Vernichtung droht, weil er die Gräueltaten der US-Truppen an afghanischen Zivilisten publik gemacht hat: An sie alle werden ganz andere Maßstäbe angelegt als an die Helden des Völkerrechts, die von den Kriegsverbrechen in der Ukraine berichten.

Sie, Herr Lambsdorff, werden sich auch zweifellos einreihen in den politischen Totengesang, in Zukunft könne Frieden und Sicherheit nicht mehr mit, sondern nur noch gegen Russland gesichert werden.

Sieht so eine politische Exitstrategie aus, die den Krieg in der Ukraine und die Zeit danach vom Ende her denkt? Oder geht es vor allem darum, wertewestlich zu verhindern, dass, Gott bewahre, eines fernen Tages doch noch eine Pax Europaea von Lissabon bis Wladiwostok denkbar sein könnte?

Es war übrigens schon immer, und egal von welcher Seite, nichts als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die eigenen Söhne, Väter, Ehemänner und Brüder dahin zu treiben, andere Söhne, Väter, Ehemänner und Brüder abzuschlachten oder als Krüppel an Leib und Seele zurückzulassen.

Es war schon immer nichts als ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, das Zuhause anderer Menschen zu vernichten, sie auszuhungern, sie auf Generationen hinaus zu entwurzeln und zu traumatisieren, ihres kulturellen Zusammenlebens und ihrer Identität zu berauben. Sie zu Flüchtlingen, Heimatlosen, Tagelöhnern oder Sklaven in der Fremde, zu Bittstellern zu machen. Ihre Kinder in Trümmern oder Flüchtlingslagern der Zukunft zu berauben.

All ihr breitbeinigen, selbstgerechten Möchtegernhelden in Ost und West mit eurer Hybris und euren Großmachtfantasien, lasst euch gesagt sein:

Zwischen Corona-Pandemie und Klimakatastrophe passen auf diesem von uns heruntergeranzten Planeten keine Kriege mehr, auch keine kalten!

Keine konfrontativen Weltbilder, keine Kernwaffen und Killerdrohnen!

Schluss damit, Menschen zu verheizen und zu traumatisieren, sie millionenfach zu Heimatlosen zu machen!

Schluss damit, Infrastruktur, in der soviel Material, Energie und menschliche Arbeit steckt, zu zerdeppern, um sie nachher – vielleicht – mit noch mehr Geld, Material, Energie und menschlicher Arbeit wieder aufzubauen. Mit Materialien und Energie, die wir dafür nicht mehr haben und mit Geld, von dem wir jeden Cent für eine globale Transformation gegen die Folgen der Klimakatastrophe, für den Kampf gegen Armut und Ungleichheit brauchen!

Was es zwischen Corona und Klimakatastrophe dringend braucht sind ganz andere Heldinnen und Helden, denen ihr Machtjunkies nicht das Wasser reichen könnt! Es ist höchste Zeit, eine oder einer muss damit endlich anfangen, eine oder einer muss der Erste sein:

Neue Heldinnen und Helden in politischer Verantwortung, die sich weigern, weiter Teil einer Kriegslogik, einer Herrschaft und Dominanz über andere zu sein, ob militärisch oder ökonomisch! Die Schluss machen mit der brachialen Whatever-it-takes-Durchsetzung eigener Interessen gegen die Interessen anderer!

Neue Heldinnen und Helden mit Mut und Weitblick, die sich, im Gegenteil, der einzigen Exitstrategie verpflichtet fühlen, die wir global überhaupt noch haben: So schnell wie möglich zu einer friedlichen, solidarischen und respektvollen Koexistenz miteinander und mit dem Planeten zu finden! Die Rutger Bregmans Buch ‚Im Grunde gut‘ zur Richtschnur ihres Handelns machen – und die klugen Gedanken anderer, die schon lange Alternativen zur zerstörerischen Herrschaftslogik anbieten, wenn man sie denn hören wollte.

Neue selbstbewusste Heldinnen und Helden, ob in Politik, Wirtschaft oder um die Ecke, die sich – dessen gewiss, dass sie nicht allein sind und dass sie noch viele mehr überzeugen und mitziehen können – jeden morgen im Bad vorsingen, worauf es wirklich ankommt:

John Lennons ‚Imagine‘…“

Auch die Reden weiterer Bündnispartner (DFG-VK, Pax Christi, Ökopax, Greenpeace) wurden von der DFG-VK Nordbayern als Video zur Verfügung gestellt. Für die musikalische Untermalung sorgte die DGB-Band Schweinfurt.

Vortrag von Andreas Zumach zum Ukraine-Krieg

Am 01.03. war der internationale Journalist und Träger des Göttinger Friedenspreises Andreas Zumach auf Einladung von Ökopax zu Gast in Würzburg. Sein Vortrag zum Thema „Putins Krieg – das Ende aller Hoffnungen auf eine eurasische Friedensordnung?“ und die anschließende Diskussion können in der Videoaufzeichnung nachgesehen werden, die dankenswerterweise von der Friedensinitiative Nottuln bereitgestellt wurde.

Bundestagswahl 2021 – Wir wollen den Politikwechsel!

Der Florakreis unterstützt die Initiative „Wir wollen den Politikwechsel!“, die von verschiedenen regionalen Umwelt-, Friedens-, Asyl-, Eine-Welt- und Menschenrechtsgruppen anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl ins Leben gerufen wurde.

In dem Aufruf der Initiative heißt es:

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Am 26.9.21 wählen wir. Eine große Chance, die nächste Bundesregierung mitzubestimmen.

In den letzten Jahren setzte die Bundespolitik auf Kontinuität. Die großen landesweiten oder internationalen Probleme und Krisen wurden eher aufgeschoben als mutig angegangen. Sei es bei Klima, Welthandel, Migration oder Aufrüstung.

Die Klimaerwärmung oder die gesellschaftliche Spaltung im Arm und Reich sind nicht mehr zu übersehen. Vielen Menschen wird klar, dass es mutige Schritte braucht, um eine lebenswerte Zukunft für die nächsten Generationen zu erhalten.

‚Wir wollen den Politikwechsel!‘ – damit mischen wir uns in den Wahlkampf ein. Es braucht eine andere Politik. Dabei hängen die fünf Politikfelder, auf die wir uns hier konzentrieren, ursächlich miteinander zusammen. Sie können nur gemeinsam gelöst werden.

Undenkbar? Die gemeinsame Bewältigung der Pandemie oder die Solidarität mit den Opfern der Flutkatastrophe haben gezeigt, welche Kraft in der Gesellschaft vorhanden ist, wenn die Maßnahmen erklärt werden und sich alle beteiligen. Also nur Mut!

Es gibt nicht die eine Partei, die alle Positionen abdeckt. Das Ziel muss also eine zukunftsfähige Koalitionsregierung sein.

– Prüfen Sie Ziele und Forderungen!
– Vergleichen Sie die Parteiprogramme!
– Gehen Sie wählen!

Ihr Kampagnenteam“

Die fünf Politikfelder und die Forderungen der Initiative sind Klima, Frieden, Soziales, Migration und Handel. Weitere Infos finden sich auf dem Flyer und ausführlich auf der Webseite der Kampagne. Verbreitung und Verlinkung ist ausdrücklich erwünscht!

#wirwollendenpolitikwechsel